Abgeordnete im Hessischen Landtag

Meldung:

25. Februar 2009
Buchtipp

Andrea Ypsilanti, Im Aufbruch in die Soziale Moderne

Politische Reden und Beiträge 2006 - 2008

Geleitwort von Franz Alt:
Das parteipolitische und publizistische Patriarchat der Bundesrepublik war das ganze Jahr 2008 damit beschäftigt, den Erfolg einer Frau zu verhindern, die im Januar desselben Jahres bei der hessischen Landtagswahl einen überraschenden Erfolg erringen konnte.

8% hatte die SPD-Frau an Stimmen gegenüber der letzten Landtagswahl gewonnen und ihr männlicher Gegenspieler Roland Koch hatte 12% Stimmen verloren. Es war der einzig wirkliche SPD-Sieg seit vielen Jahren.

Die verantwortlichen Männer bei Spiegel, FAZ, Bild, Welt und den Sonntagszeitungen waren sich mit den Männern an der SPD-Spitze in Berlin einig: Diese Frau mit ihrem sozial-ökologischen Programm und einem starken Wirtschaftsminister Hermann Scheer sollte besser nicht hessische Ministerpräsidentin werden. Eine wirklich sozial-ökologische Politik in einem wichtigen Industrieland der Bundesrepublik mit dem Ziel einer 100-prozentigen solaren Energiewende schien eine Gefahr für das gesamte parteipolitische Establishment der Bundesrepublik Deutschland. Als dann das Experiment Ypsilanti beim zweiten Anlauf im Spätherbst endgültig gescheitert war – auch noch unter Beteiligung von drei SPD-Frauen - war denselben Männern klar, was schon Jean Jacques Rousseau wusste: Frauen bringen nur Unordnung in die Politik. Die „desordre des femmes“ war das Problem! Das allgemeine Aufatmen der Männer war unüberhörbar: Die „industriefeindliche“ Frau Ypsilanti, diese „machtversessene Frau“, war endlich gestoppt. ...

Das vollständige Geleitwort finden Sie auf der Sonnenseite von Franz Alt

Das Buch "Im Aufbruch in die Soziale Moderne" können Sie beim Verlag Ponte Press für 9,80 € erwerben.


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